GEOBUCH-Feldversuch “Die große Spitzing-Reib´n”: Christian Funk unterwegs mit dem Kompass x-treme Bayerische Alpen

Kompass x-treme Bayerische Alpen CoverKompass x-treme nennt der Wanderführer- und Kartenverlag Kompass seine neue Reihe, bisher sind die Titel Bayerische Alpen und Südtirol auf dem Markt. Extrem schwer, wie der Titel vermuten lässt, sollen die Wanderungen zwar nicht sein, aber lt. Verlag “Spannende und herausfordernde Touren: Lange, einsame Wanderungen in interessanter Landschaft oder atemberaubende Routen für Kletterfreunde und über Grate.”

Der hauseigene GEOBUCH-Ironman Christian Funk hat von einer spannenden und herausfordernden Tour sicher eine andere Vorstellung als der “normale” Freizeitwanderer. Deshalb hat er sich für seinen Feldversuch auch die längste Fußtour  aus dem KOMPASS x-treme Bayerische Alpen ausgesucht:

Tour 43 „Die große Spitzing-Reib´n“ – 33 km, 2620 Höhenmeter, ca. 13:30 Stunden

Spitzingsee Start 8 30 UhrWer der bayerischen Sprache auch nur rudimentär mächtig sein sollte, weiß, unter einer „Reib´n“ versteht man eine „Runde“, heißt also, einmal rund um den Spitzingsee, das macht entlang des Ufers knapp 2 km und 0 HM, oder man nimmt die 10 den Spitzingsee umgebenden Gipfel mit, 33 km und 2620 HM.

Sonntagmorgen, 8.30 Uhr, ich bin der einzige (!!) Mensch, der aus dem Bahnbus in Spitzingsee Ort springt, bestes Wanderwetter, leicht bewölkt und Temperaturen um die 20 Grad.

Gipfel #1 RotwandBeim Anstieg auf Gipfel # 1, die Rotwand, spricht der Wanderführer von „gerade richtig zum Aufwärmen“ – kann man so stehen lassen, das „zweite Frühstück“ fällt aus, dafür ist die erste Gipfelankunft nach einer guten Stunde geschafft.

Ruckzuck geht´s weiter auf den Taubenstein, zwei Bananen für zwischendurch, der Rauhkopf wird praktisch im Vorbeigehen erledigt, und schon liegt der schroffe Gipfel der Aiplspitz vor einem. Die „kurzen felsigen Passagen“ entpuppen sich als genau das, wieder runter vom Gipfel und weiter auf den Jägerkamp, Gipfel # 5 – die Hälfte ist geschafft.

Gipfel # 2 TaubensteinBeim nun folgenden Abstieg zum Spitzingsattel soll man „an einer unbezeichneten Weggabelung“ links abzweigen. Eine Weggabelung lässt sich finden, eine Alpenvereins-Tafel bezeichnet den Pfad als „unbefestigten Weg“ – ist das nun die richtige Abzweigung, oder nicht – ja, ist die richtige.

Gipfel # 3 Rauhkopf

 

 

Am Spitzingsattel angekommen droht nun der Steilanstieg auf die Brecherspitz, oder „die eigentliche Schlüsselstelle: kaum markiert, nicht leicht zu finden, mit kurzen Kletterstellen“. Alles halb so wild, direkt an der Passhöhe versperrt ein Holzstamm notdürftig den Zugang zum gesuchten und gut sichtbaren Weg. Und die kurzen Kletterstellen sind mit roter Farbe gut markiert. Der steile Anstieg auf Gipfel # 6 zehrt etwas an der Substanz, 4 more to go.

Gipfel # 4 AiplspitzDer Kompass-Führer lotst einen dann über das Bodenschneid-Haus auf die Bodenschneid, ein nicht unerheblicher Umweg. Hier wäre es sicherlich angebracht auf die kürzere Alternativroute zu verweisen, die nur eben nicht über die Hütte führt. Die 300 HM auf die Bodenschneid haben es in punkto Steilheit noch mal in sich.

Beim Stümpfling und Rosskopf fühlt man sich schon fast am Auslaufen, noch ist nicht aller Tage Abend: der finale Anstieg auf den Stolzenberg – knackig, dann geschafft.

Fazit: „Kompass x-treme“ ist für den Wanderführer-Bereich eine richtig gute Idee. Eigentlich bekannte Berge und Routen werden durch konditionell anspruchsvolle Varianten ordentlich aufgepeppt. Trotzdem bleibt es immer auch ein Wanderführer. Wem in herkömmlichen Führern, ob nun Kompass oder Rother, die „Schluffi“- Touren auf den Keks gehen, für den ist „Kompass x-treme“ genau richtig.

Wermutstropfen (fast wie immer): eine g´scheite Wanderkarte braucht man schon, auch die beigelegte „Extra Tourenkarte“ verdient den Namen Wanderkarte nun wirklich nicht.

Christian Funk

Mehr über Christian Funk gibt es HIER.


Kompass x-treme Bayerische Alpen Cover

Klappentext

Von den Ammergauer Alpen über das Werdenfelser Land, das Karwendel, das Mangfallgebirge, die Chiemgauer Alpen bis hin zum Nationalpark Berchtesgaden zeigt sich die ganze Schönheit des alpinen Naturraums.

Mit seinen Wildbächen und Wildflüssen, den steilen Tälern, Karen, Bergseen, Almen, Bergwäldern und aussichtsreichen Gipfeln bietet er unvergessliche Naturerlebnisse. Zu den Kleinoden des Naturparks Karwendel zählen u. a. der Große Ahornboden und der Isarursprung. Die Bayerischen Alpen zwischen dem Lech im Westen und der Saalach im Osten gehören zu den Nördlichen Kalkalpen, ihr heutiges Landschaftsbild wurde durch die letzte Eiszeit geprägt. Den schönsten Blick auf den Chiemgau genießen Sie von der Kampenwand, zu deren Füßen der Chiemsee liegt. Rund um den See liegt eine alte Kulturlandschaft, die noch heute durch die Landwirtschaft geprägt ist. Kulturelle und architektonische Höhepunkte, Seen und Flüsse, Berge und sanfte Hügel, tiefe Wälder und schützenswerte Moore, zünftige Wirtshäuser und Biergärten prägen das Lanschaftsbild. Der fjordähnliche Königssee zu Füßen des Watzmanns liegt im Herzen des Nationalparks Berchtesgaden, dem einzigen alpinen Nationalpark Deutschlands.

 

Details

  • ISBN: 978-3-99044-158-9
  • Verlag: Kompass Karten GmbH
  • Erscheinungstermin: 06. Juni 2016
  • Umfang: 247 Seiten plus Tourenkarte zum Rausnehmen
  • Sprache: Deutsch
  • Gewicht: 352g
  • Maße (L*B*H): 17,5cm * 10,3cm * 2,2cm
  • Preis: 14,99 Euro
  • Kartoniert

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